Ein Unzertrennlicher, eine kleine Papageienart, ist in Kerpen gefunden worden.  Möglicherweise war er schon sehr lange unterwegs, als er erschöpft eine Pause auf dem Balkon eines Wohnhauses machte. Der Name verrät es bereits, diese Vögel sind bekannt für ihre extreme Paarbindung und dürfen daher nicht einzeln gehalten werden. Die Suche nach dem Besitzer (und dem Partner, der alleine wartet…) ist daher ganz besonders dringend. Wer vermisst seinen Vogel? Wir werden so bald wie möglich ein Photo nachliefern.

Der Advent steht vor der Tür (die Süßigkeitenregale im Supermarkt sprechen eine deutliche Sprache) und mit ihm unsere kleine Tradition des Adventskalenders auf der Homepage des Tierheims. Für dieses Jahr haben wir uns etwas Besonderes überlegt, wofür wir Sie brauchen. All die kreativen Briefe unserer Ehemaligen haben uns überzeugt, dass Sie das Zeug dazu haben, unseren Adventskalender mitzugestalten. Wir haben uns vorgestellt, jeden Tag ganz kurz einen ehemaligen Schützling in seinem neuen Zuhause vorzustellen, um zu zeigen, dass es für so viele Tiere, die einmal im Tierheim waren oder noch sind, ein Happy End gibt. Daher unsere Bitte:
Schicken Sie uns doch ein (!) Bild von (inzwischen) Ihrem Schützling in einer weihnachtlichen Atmosphäre – Ihrer Kreativität seien hier keine Grenzen gesetzt. Und dazu ein paar Zeilen, seit wann er bei Ihnen ist, wieso er im Tierheim war (so noch bekannt), eventuelle Besonderheiten, die eine Vermittlung schonmal schwierig machen, wie es ihm jetzt so geht und/oder eine lustige Weihnachtsanekdote.
Wir freuen uns auf jede Zuschrift, am besten per Mail bis zum 30.11.2009 an info@tierheim-huerth.de

TASSO-Newsletter

Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten:
Gänse leiden das ganze Jahr

1,5 Millionen Gänse landen jedes Jahr auf deutschen Tellern. Den wenigsten Menschen ist bewusst, welches Leid die Gans bis zu diesem Zeitpunkt erfahren hat. Denn das Leben einer deutschen Mastgans ist alles andere als schön. Die meiste Zeit ihres ohnehin nur 84 Tage dauernden Lebens verbringt sie bei Kunstlicht in viel zu engen Drahtkäfigen und wird gemästet, um möglichst schnell an Gewicht zuzunehmen. Ungarn, Polen und Frankreich sind die Hauptlieferanten für diese zweifelhafte Delikatesse, weil die deutsche Produktion die Nachfrage gar nicht mehr decken kann.  „Mit der Wahl von Biogänsen weiß man zumindest, dass das Tier im Freien und immerhin einige Monate leben durfte“, rät Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO allen Tierfreunden, die auf Fleisch nicht verzichten möchten. Diese ethische Frage muss also jeder für sich entscheiden. Das Lebendrupfen der Gänse wird von der Tierschutzorganisation allerdings auf das Schärfste kritisiert. Hier darf es kein „ja, aber“ geben. Bis zu vier Mal im Jahr werden den Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen Qualen die Daunen ausgerissen. Oft genug werden die Tiere dabei massiv verletzt. Eine Traumatisierung erleiden sie allemal, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. berichtet. Den Arbeitern sind die Tiere ziemlich egal, es geht um das schnelle Geld und das wird pro gerupfter Gans bezahlt. Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um einen grausamen Lebendrupf oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein Etikett mit „Tod-Rupf“ entdeckt, heißt das nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Da bleibt dem Verbraucher nur eins: Auf Daunenprodukte in Zukunft ganz zu verzichten!

————————————————————-
TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 – 65795 Hattersheim – Germany
Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 – Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
Email: info@tasso.net – Website: www.tasso.net
Newsletter abbestellen:
http://www.tasso.net/newsletter-abo.aspx?change=###ID###

Mit dem Herbst beginnt die Igelzeit

Im Herbst richten, erinnert durch die vielen Medienberichte, viele Leute
ihre Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf die Igel, die als Kulturfolger in
unserem Lebensraum  zu finden sind u. denen man helfen will. Dabei  sehen
sie schwerpunktmäßig die Grammzahl der Tiere als Maßstab für die
Hilfsbedürftigkeit.
Das ist so nicht richtig. Wir haben von Ende Mai bis in den September
hinein, je nach klimatischer Lage, Wurfzeit. Kein Tier wird mit 600 g
geboren. Das heißt, dass ein Tier auch nicht nach Kalendermonat aufgenommen
werden muß, sondern diese in den Köpfen spukende Grammangabe ist nur
relevant, wenn Igel nach Frosteinbruch noch mit einem Körpergewicht von um
die 500 g. draußen herumlaufen. Diese Igel haben nicht die nötigen
Fettreserven für den Winterschlaf. Dies immer wieder beschriebene
Untergewicht  ist meist krankheitsbedingt und behandlungsbedürftig, wenn
die Überwinterung gelingen soll.

Unabhängig von Gewicht und Jahreszeit kann ein Igel mager, weil krank oder
verletzt sein. Das erfordert sofortige sachkundige Hilfe in einer
Igelstation oder beim Tierarzt. Lt. Tierschutzgesetz ist es nur erlaubt,
diese besonders geschützen Tiere nur im Notfall ins Haus zu nehmen, bis sie
in der Lage sind, sich draußen selbst zu erhalten. Dazu bedarf es Sachkunde
und tierärztlicher Hilfe. Igel darf man hereinnehmen, wenn sie krank,
verletzt sind oder verwaiste Babys. Der sachkundige Umgang mit ihnen
(Tierärztliche Behandlung, Unterbringung, Ernährung)  ist zwindend zu
gewährleisten. Hilfreich sind die Seiten von www.pro-igel.de

Wichtiger als die Grammzahlen im Kopf zu haben, ist es einen gesunden von
einem kranken Igel zu unterscheiden.

Gesunde Igel sind nachtaktive Insektenfresser (keine Nager, keine
Äpfelchenfresser!)
a.. Körperform ist tropfenförmig, vorne spitze, hinten rund
b.. Igel haben halbkugelförmige knopfartig hervorstehende schwarze Augen
c.. Nase ist feucht, manchmal tropft sie
d.. Gesunde Igel rennen auffallend schnell weg, wenn man ihnen zu nahe
kommt
e.. oder sie rollen sich zu einer festen Kugel zusammen und erst wieder
aus, wenn die Gefahr vorbei ist
f.. Stacheln werden kreuz und quer aufgestellt
g.. Körper ist warm
h.. Kot gesunder Igel ist ein festes dunkles Würstchen

Kranke und damit hilfsbedürftige Igel werden meist am Tag und ohne Deckung
liegend gefunden.
a.. Körperform ist walzenförmig, oft ist ein Halsansatz  zu sehen
(Nackenfalte)
b.. Augen werden nur schlitzförmig oder gar nicht geöffnet
c.. Nase ist trocken
d.. Körpertemperatur kann sehr kühl sein
e.. Kranken Igel rollen sich kaum ein, schnell wieder aus
f.. Gang ist häufig wackelig, oder die Tiere liegen und stehen nicht
auf, wirken zahm und zutraulich
g.. Stacheln werden kaum oder gar nicht aufgestellt
h.. Kot ist weich bis flüssig, grünschleimig, gelegentlich mit
Blutbeimengungen
i.. Häufig versammeln sich viele Fliegen um kranke und verletzte Tiere,
sie legen ihre Eier darauf ab. Aus denen schlüpfen bald die Maden, die an
dem Igel fressen

Verletzte und kranke Igel brauchen ganzjährig unverzügliche und
sachkundige Hilfe.
Unterkunft und Nahrung allein, hilft hier nicht!

Achtung! Wer ein krankes Tier anfasst, sollte darauf achten, dass er sich
nicht infiziert (Eitererreger, Salmonellen etc. Gründliches Händewaschen mit
Wasser und Seife schützt meist ausreichend) Igel brauchen zunächst im Haus
eine Unterkunft von ca 1,5 qm Größe, die mit Zeitungen ausgelegt ist,
kein Heu, kein Laub, kein Katzenstreu. Sie brauchen ein Schlafhaus mit einem
Schlupfloch von ca 10 x 10 cm Größe, das auch mit Zeitungen und etwas
Knüllpapier ausgelegt ist. Die Reinigung und das Auswechseln der Zeitungen
ist täglich mindestens 1x erforderlich. Ebenso brauchen sie 2 standfeste
Gefäße für Wasser und Futter (glasierte Blumenuntersetzer aus Ton.) Das
Futter sollte so bemessen sein, dass pro Woche eine Gewichtszunahme  von 50
g bis zu einem Gesamtgewicht von ca 800 g erfolgt. (mindestens 1 x mal
wöchentlich ist das Gewicht zu kontrollieren, besser zunächst täglich.
(Pflegeprotokoll führen!)

Als Futter ist geeignet:
a.. Katzenfutter mit einigen Tropfen Maiskeimöl und etwas Kleie (Es ist
sonst zu fettarm und Ballaststoffarm, was weiche übel riechende Stühle
verursacht)
b.. Gekochtes Hühnerfleisch, grob zerkleinert mit etwas Kleie
c.. Hühnerflügel und Hälse können mit Knochen gereicht werden, das dient
der Zahnpflege
d.. Rührei, mit wenigen Tropfen Öl in der Pfanne gestockt ist auch
geeignet oder
e.. Rinderhack, in der Pfanne angebraten mit Öl und Kleie gemischt
f.. Igel lieben Abwechslung, die auch wegen der Nährstoffversorgung
erforderlich ist.
g.. Bitte keine Nüsse. Obst, Rosinen u. was man sonst so hört, geben.
Gesunde Tiere mit einem Gewicht von ca 800 g kann man in einem kalten Raum
zum Winterschlaf veranlassen. Alle richtigen Informationen sind auch unter
www.pro-Igel.de im Internet abrufbar u. auszudrucken.

Ein Wort zum Schluss:
Igelstationen sind sind nicht flächendeckend vorhanden. Bei Bedarf
vermittelt pro Igel in der Nähe eine geeignete Station in Wohnortnähe
Igelstationen sind in der Regel Privatinitiativen und keine institutionellen
Abgabestellen für Igel. Die Kapazität in Privathäusern ist begrenzt, sowohl
vom Raumangebot, wie auch  der möglichen Arbeits- aber auch finanziellen
Belastung her. Gerade im Herbst werden diese Stationen  weit über  ihre
Möglichkeiten oft frequentiert.

Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt Verantwortung!

Igelstationen freuen sich über Finder, die ihr gesund gepflegtes Tier nach
enstprechender Beratung selbst über den Winter bringen und sich  an den
entstehenden Kosten angemessen und nach persönlicher  Möglichkeit
beteiligen. (Igelstationen haben keine Gebührenordnung, aber alljährlich im
Herbst hohe Kosten zu tragen – nicht nur für Futter. Auch Medikamente und
Tierarztgebühren belasten das private Budget.)

Karin Oehl

P R E S S E M I T T E I L U N G
aktion tier – menschen für tiere e.V.,
Deutschlands große Tier- und Artenschutzorganisation

Flöhe in der kalten Jahreszeit

Viele Hunde- und Katzenbesitzer glauben, dass ein Flohbefall ihres Vierbeiners nur in der wärmeren Jahreszeit vorkommen könnte.
Zwar finden die Parasiten bei niedriger Umgebungstemperatur nicht die optimalen Verhältnisse für ihre Entwicklung vor, weshalb die Vermehrung reduziert ist, doch durch die geheizten Wohnungen können sich Flöhe bestens entwickeln.  Deshalb wandelt sich der Flohbefall immer mehr vom saisonalen zum ganzjährigen Problem. Auch beim Gassi gehen bleiben die Lästlinge im Haarkleid der Hunde. Flöhe sind zu Sprüngen von über 40cm in der Lage und können so auch auf ein Nachbartier wechseln.

Flöhe entwickeln sich über eine Reihe von Stadien, beginnend mit dem Ei, gefolgt von der Larve, der Puppe und schließlich dem erwachsenen Floh. Kein Entwicklungsstadium überlebt Temperaturen unter 3°C über 10 Tage. Die Überwinterung des erwachsenen Blutsaugers erfolgt daher vorwiegend auf dem Wirtstier. In beheizten Räumen können sich die Parasiten bestens in der kalten Jahreszeit vermehren.

Dr. Wieland Beck, Tierarzt bei der aktion tier-tierrettung münchen weist daraufhin: „Flohbefall hat medizinische Folgen. Flohstiche verursachen Juckreiz und können zu Hautirritationen führen. Bei Hunden, die unter einer Flohspeichelallergie leiden, kann ein einziger Floh genügen, um eine schwere Entzündung der Haut auszulösen. Tatsächlich können Flöhe auch verschiedene Krankheitserreger übertragen. An erster Stelle stehen hier die Bandwürmer, die das Tier bekommt, wenn es einen verseuchten Floh frisst.“

Die Flöhe durchstechen meist an mehreren dünnhäutigen Stellen die Epidermis und saugen während der normalen Saugdauer von 20 bis 150 Minuten das zehn bis 20fache des Fassungsvermögens ihres Magens, von dem er größte Teil umgehend wieder ausgeschieden wird. Bei fehlender Vorbeugung kann es unter Umständen zu einem Massenbefall mit Flöhen kommen. Gerade bei abwehrgeschwächten oder Jungtieren können diese Parasiten in großer Zahl zu einer Blutarmut führen, die in seltenen Fällen auch zum Tod führen kann.

Deshalb empfiehlt Dr. Wieland Beck auf jeden Fall ein konsequente Vorbeugung: „Denn bekämpft man Flöhe erst, wenn man sie registriert, haben die meist in der Umgebung der tierischen Schlafplätze schon Eier gelegt, aus denen sich neue Flöhe entwickeln. Beim Tierarzt sind eine Reihe geeigneter Flohmittel zu bekommen, die in Form einer Lösung, von Spray oder als Puder aufgetragen werden. Mittlerweile gibt es sogar Tabletten gegen Flöhe. Die Lagerstätten und die ganze Wohnung sollten unbedingt regelmäßig gründlich gesäubert werden. Neben dem Staubsaugen gehört dazu auch feuchtes Durchwischen, um die Entwicklungsstadien der Parasiten zu beseitigen.“

Bildunterschriften:
Abb.1: Kopf eines Katzenflohs – der sowohl bei Katzen als auch bei Hunden vorkommt.
Abb.2: Floheier, die nach der Ablage aus dem Haarkleid auf den Teppich herunterfallen.
Abb.3: Flohlarven, die sich häufig in den Schlafplätzen von Tieren befinden.

Quelle der Fotos: aktion tier e.V.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089 – 75 969 252 Judith.Brettmeister@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info@aktiontier-pressestelle.org


P R E S S E M I T T E I L U N G
aktion tier – menschen für tiere e.V.,
Deutschlands große Tier- und Artenschutzorganisation

Sicherheit für Tiere auch im PKW beachten

Nur wenige Hundehalter machen sich darüber Gedanken, dass der Vierbeiner, wenn er im PKW mitfährt, eigens gesichert werden muss. Dabei birgt ein ungesichertes Tier ein erhebliches Risiko. Crashtests mit Hunde-Dummys haben gezeigt, dass ein kleiner Hund zum Geschoss wird, wenn ein Pkw bei 50 km/h auf ein Hindernis prallt. Auch Autoinsassen sind dabei äußerst gefährdet.

Laut Straßenverkehrsordnung §23 Abs. 1 gelten Hunde als Ladung und müssen bei der Mitnahme im Pkw mit Netzen, Gittern, Leinen oder Transportboxen gesichert werden. Bei nicht Berücksichtigung dieser Vorschrift kann der Autofahrer verwarnt werden oder muss mit einem Bußgeld bis zu 50,– rechnen, teilweise sogar mit Punkten in Flensburg. Deshalb lehnen Autoversicherer die Regulierung eines Schadens ab, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Unfall durch ein nicht gesichertes Tier verursacht wurde.

Die optimale Sicherheit für die Insassen des Autos, als auch für die zu transportierenden Tiere bieten richtig platzierte und befestigte Transportboxen. Judith Brettmeister von der aktion tier – Geschäftstelle in München, weist darauf hin: „Transportboxen für die tierischen Begleiter sind in jeder Größe im Zoohandel erhältlich. Kleine Boxen können im Fußbereich hinter den Vordersitzen platziert oder mit dem Anschnallgurt auf der Rückbank fixiert werden. Ist der Transportbehälter größer, sollte er hinter der Rückbank aufgestellt und so befestigt werden, dass er nicht verrutschen kann“.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 08284 – 998613 Judith.Brettmeister@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info@aktiontier-pressestelle.org

Presse-Mitteilung

Wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen

Nicht immer sind Flöhe im Spiel, wenn sich unsere Vierbeiner unentwegt kratzen. Es kann sich auch um einen Befall mit Herbstgrasmilben handeln. Die Herbstgrasmilbe gehört zu den Spinnentieren, sie ist weltweit verbreitet und findet sich häufig auf Wiesen und in Gärten. Jetzt im Herbst schlüpfen die Larven der Milbe und lauern bevorzugt auf Grashalmen auf ihre Opfer. Die erkennen sie am Geruch, Hunde und Katze gehören ebenso dazu wie Menschen. Die Larven lassen sich von den Grashalmen abstreifen und suchen dann ein geschütztes Plätzchen, wo sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut anbohren. Dabei sondern sie ein Sekret ab, das die unteren Hautschichten auflöst. Diese Mischung dient ihnen dann als Nahrung. Herbstgrasmilben saugen zwar kein Blut wie Flöhe oder Zecken, die Folgen für das Opfer sind aber vergleichbar: Das Immunsystem reagiert auf den Speichel der Parasiten mit stark juckenden Quaddeln. Gerade sehr junge Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, sie sind gerade mal 0,3 Millimeter groß. Um festzustellen, ob Hunde oder Katzen befallen sind, legt man neben ihren Schlafplatz ein großes Stück weißes Papier. Das lockt die Tiere an und verrät ihre Anwesenheit. Zur Behandlung befallener Tiere sollte das Fell zunächst sorgfältig ausgebürstet und die Haut anschließend mit einem geeigneten chemischen Mittel aus der Apotheke oder vom Tierarzt eingerieben werden. „Obwohl in vielen Online-Foren dafür geworben wird: Neemöl (das Öl des Neembaums) ; hilft es nur gegen die Eier der Herbstgrasmilben, und die liegen im Gras“,  erklärt Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. „Bereits geschlüpften Tieren und solchen, die im Fell sitzen, kann es nichts anhaben.“

————————————————————-
TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 – 65795 Hattersheim – Germany
Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 – Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
Email: info@tasso.net – Website: www.tasso.net
Newsletter abbestellen:
http://www.tasso.net/newsletter-abo.aspx?change=###ID###

P R E S S E M I T T E I L U N G
aktion tier – menschen für tiere e.V.,
Deutschlands große Tier- und Artenschutzorganisation

Skrupelloser Welpenhandel auf Polenmärkten

aktion tier warnt Hundefreunde dringend vor einem Kauf

Zuletzt auf dem Polenmarkt in Slubice, einige Kilometer hinter der Grenze bei Frankfurt/Oder. Es ist kalt, der Nieselregen kriecht einem selbst in die dickste Jacke. Direkt am Eingang des großen Marktgeländes stehen 8 Tierhändler. Ihre Ware, Hunde- und Katzenwelpen, präsentieren sie in einfachen Pappkartons. Hier kann man fast alle Rassen bekommen – heute werden uns Staffordshire-Bullterrier, Labradore, Boxer, Golden Retriever, Shi-Zu, Möpse und Französiche Bulldoggen entgegen gehalten. Die Winzlinge zittern in der Kälte und kuscheln sich eng an ihre Wurfgeschwister, einige haben verklebte Augen und von Milben geschwärzte Ohrmuscheln. Viele der Hunde wirken apathisch, wie betäubt. Kein Laut dringt aus den provisorischen Behältnissen.

„Wir gehen davon aus, dass ein Großteil dieser Hundewelpen von Berlinern gekauft wird“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Die Händlerinformationen zu den Tieren sind spärlich, Papiere gibt es entweder gar keine oder die Impfpässe sind gefälscht, obwohl behauptet wird, dass die Hunde geimpft und entwurmt sind. Die für einen Welpen dringend erforderliche Grundimmunisierung und Entwurmung von der 6ten bis zur 10ten Lebenswoche kostet normalerweise zwischen 80 und 100 Euro. Ein Hund für 50 Euro vom Polenmarkt ist folglich mit Sicherheit nicht geimpft.

„Die Welpenproduktion erfolgt im großen Stil, meistens werden viele Hündinnen, die permanent gebären müssen, auf engstem Raum gehalten“, weiß Ursula Bauer von aktion tier. In diesem oft auch noch unhygienischen Umfeld sind die Tiere einer Vielzahl von Krankheitserregern ausgesetzt. Nur die Muttertiere sind geimpft, da sie als Gebärmaschinen funktionieren sollen. Die in der ersten Zeit über die Muttermilch übertragenen Antiköper gewähren den Welpen bis etwa zur 4ten Lebenswoche einen gewissen Schutz, danach vermehren sich allerdings die Krankheitserreger rasant. „Die skrupellosen Hundehändler nutzen die kurze Zeitspanne von der 5ten bis 6ten Lebenswoche zwischen Ende des Immunschutzes und Ausbruch der tödlichen Krankheiten zum Verkauf der Tiere, da sie hier noch recht gesund und munter aussehen“, sagt Diplom Biologin Ursula Bauer.

aktion tier schätzt, dass über 50% der auf den Polenmärkten erstandenen Hundewelpen dem Tod geweiht ist. Die meisten der Babys erkranken nach kurzer Zeit an Parvovirose, einer hoch ansteckenden und meist tödlich verlaufenden Infektionskrankheit. So ist die Freude an dem neuen Familienmitglied meist nur von kurzer Dauer.

„Dass man auf Polenmärkten für 50 Euro etwa einen reinrassigen Boxer erstehen kann, für den man bei einem seriösen Züchter mindestens 900 Euro bezahlen müsste, ist sicherlich für manchen Hundefreund verlockend“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. „Wir raten jedoch dringend von einem Kauf ab“, so die Biologin weiter. Nicht nur die relativ hohe Wahrscheinlichkeit, ein krankes Tier zu bekommen, sowie die Tatsache, dass durch den Kauf der gewissenlose und ausschließlich profitorientierte Handel unterstützt wird, sollten nachdenklich machen. Letztendlich drohen auch rechtliche Konsequenzen. Gemäß der Deutschen Tierschutz-Hundeverordnung darf ein Welpe erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Wer etwa aus Unwissenheit ein jüngeres Tier ersteht, handelt ordnungswidrig. Außerdem müssen gemäß den geltenden Bestimmungen auch Hundewelpen unter 3 Monaten bei der Einreise nach Deutschland mittels Microchip oder Tattoo gekennzeichnet sein sowie über eine EU- Heimtierpass verfügen. Hunde der Rassen Pit-Bullterrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie deren Kreuzungen dürfen überhaupt nicht nach Deutschland eingeführt werden.

Ein Flyer zum Thema kann über aktion tier kostenlos angefordert (Kaiserdamm 97, 14057 Berlin, Tel.: 30103831) oder im Internet unter www.aktiontier.org (Service, Downloadbereich) eingesehen werden. (Direktlink: http://www.aktiontier.org/uploadfiles/10_681_welpenhandel.pdf)

Das beiliegende Fotomaterial kann honorarfrei verwendet werden, als Quelle ist „aktion tier“ zu nennen.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer, aktion tier – Geschäftsstelle Berlin, Tel.: 030 – 30103831 (Berlin@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info@aktiontier-pressestelle.org

Warum immer selber lesen?

Dichterlesung

Warum nicht mal „lesen lassen“?

Der Lyriktreff Kerpen veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine Dichterlesung zugunsten unseres Tierheims. Der Eintritt ist kostenlos, der Lyriktreff freut sich aber über Spenden für den Helenenhof!

Die Dichterlesung findet am 07. Novemer um 19 Uhr im Restauraunt Maximilians (Maximilianstraße 21, 50169 Kerpen Türnich) statt.

Nähere Infos unter: http://www.lyriktreff.de/images/Lesung2009/lesung2009.doc

und:

http://www.lyriktreff.de/viewforum.php?f=103

Alle Lyrik- und Tierliebhaber sind hierzu herzlich eingeladen!

P R E S S E M I T T E I L U N G
aktion tier – menschen für tiere e.V.,
Deutschlands große Tier- und Artenschutzorganisation

aktion tier warnt: Zeitumstellung kann lebensgefährlich für Autofahrer und Wildtiere sein

Berlin/ München, 18.10.09. Wenn am kommenden Sonntag (25.10.09) die Uhr in der Nacht von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt wird, wird es gefährlich auf Deutschlands Straßen. Vor allem das Schwarzwild, besser bekannt als Wildschwein, bewegt sich gerne in der Dämmerung. Durch das Zurückstellen der Uhr fällt der Berufsverkehr für einige Wochen lang genau in die Morgendämmerung. Dies bedeutet erhöhte Gefahr für das Schwarzwild. So liest man in der Wildunfallstatistik des Deutschen Jagdschutz-Verbandes, dass im Herbst-Winter 2007/2008 23.500 Wildschweine auf Deutschlands Straßen ihr Leben gelassen haben.

Aber auch viele Autofahrer erlitten bei Wildtierkollisionen in den letzten Jahren nach der Zeitumstellung schwere Verletzungen und einige kamen dabei sogar ums Leben.

Dazu kommt, dass der Paarhufer ein Allesfresser ist und den reich gedeckten Tisch der Landwirtschaft, wie Getreide, Mais und Kartoffel über alles schätzt. Ende Oktober aber sind spätestens alle Felder abgeerntet und die Tiere verlieren ihre Deckung und Nahrung und geraten in einen „Ernteschock“. Das heißt, dass das Haarwild genau in der kritischen Phase der Zeitumstellung sich auf Nahrungssuche begibt und dabei auch längere Wege geht, die es über mehrere Straßen führt. Begehrt sind Mischwaldgebiete in denen reichlich Eicheln und Bucheckern anfallen.

Judith Brettmeister, von der aktion tier-Geschäftsstelle München weist daraufhin: „Passiert ein Unfall mit einem Wildtier, muss unbedingt die Polizei benachrichtigt werden. Diese wiederum informiert den Revierinhaber, der ein verletztes oder ein verletzt flüchtendes Tier von seinen Qualen erlösen kann. Angefahrene oder tote Tiere (Fallwild) dürfen vom Autofahrer keinesfalls mitgenommen werden, sonst macht er sich der Wilderei schuldig“.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089 – 75 969 252 Judith.Brettmeister@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info@aktiontier-pressestelle.org

Nächste Seite »